Absolute Armut ist ein Leben am äußersten Rand der Existenz. Sie ist gekennzeichnet durch eine unzureichende Mittelausstattung, um lebenswichtige Grundbedürfnisse zufrieden stellen zu können. Absolut arme Menschen leiden unter schwerwiegenden Entbehrungen und müssen permanent um ihr Überleben kämpfen. Absolute Armut ist für die meisten der in Deutschland lebenden Menschen kaum nachvollziehbar.
Der gebräuchlichste Indikator für die Bestimmung absoluter Armut ist die Verfügbarkeit von einem Dollar und weniger pro Tag für die Befriedigung der Lebensbedürfnisse. (Neuerdings setzt die Weltbank diese Grenze bei 1,25 US$ an.) Die meisten der 1,2 Milliarden Menschen, die in diese Kategorie fallen, haben sogar deutlich weniger als einen Dollar zu Verfügung. Sie besitzen oft praktisch überhaupt kein Bargeld und versuchen ausschließlich vom Ertrag ihres Grund und Bodens zu leben.
Neben der 1-Dollar-Grenze spricht die Weltbank auch noch von der 2-Dollar-Grenze (Auch als moderate poverty bezeichnet). Sie gilt als Indikator für die typische Armut in Ländern mit mittlerem Einkommen.
Das verfügbare Geld muss freilich auch in Beziehung gesetzt werden zu den Lebenshaltungskosten, die für den städtischen Bereich durchschnittlich um 30% höher liegen als im ländlichen Bereich.
Weiterführende Links:
Informationen des Ministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zum Thema Armut:
http://www.bmz.de/de/themen/armut/index.html
Informationen der Weltbank über Armut, die Messbarkeit und Bekämpfung von Armut:
http://go.worldbank.org/K7LWQUT9L0
Fachbericht der Weltbank über die Messbarkeit von absoluter Armut:
http://go.worldbank.org/93WGM7REV0
Wichtige Informationen der Weltbank über nationale Ökonomien und deren Bruttosozialeinkommen:
http://go.worldbank.org/B5PYF93QF0

