Ursachen der (relativen) Armut in Deutschland
Die Ursachen der relativen Armut in Deutschland sind vielfältig. Dazu gehören:
1. Arbeitslosigkeit
Diese kann bedingt sein durch den allgemeinen Mangel an Arbeit oder den Mangel an geeigneter Qualifikation. Ursache des Arbeitsmangels können sein: Hohe Produktivität, das Outsourcen von Arbeit ins Ausland oder das Ersetzen gut bezahlter Arbeitskräfte durch schlecht bezahlte Kräfte.
2. Zu geringe Entlohnung
Viele arbeiten zwar (oft sogar vollzeitlich), erhalten aber nur einen geringen Lohn, der nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.
3. Schulden
Die Belastung einer hohen Verschuldung kann das Einkommen auf ein Armutsniveau reduzieren.
4. Bildungsmangel
Unzureichende Bildung oder Ausbildung führt dazu, dass Menschen keine Arbeit oder, wenn doch Arbeit, dann kein ausreichendes Einkommen haben.
5. Trennung/Scheidung/Alleinerziehung
Oft zieht eine Trennung bzw. eine Scheidung schwerwiegende wirtschaftliche Einschränkungen nach sich. Insbesondere alleinerziehende Mütter vermögen oft keiner geregelten Arbeit nachgehen, müssen Einkommensverluste hinnehmen oder sich mit einer geringen Sozialhilfe begnügen.
6. Familien mit vielen Kindern
Je mehr Kinder eine Familie hat, desto größer ist der Druck, dass ein Elternteil aufhört zu arbeiten, um die Kinder zu betreuen. Hier spielt auch die Verfügbarkeit bzw. Nicht-Verfügbarkeit von Krippen- und Kindergartenplätzen eine Rolle.
7. Immigranten
Menschen nicht-deutscher Herkunft, ob Ausländer oder bereits Eingebürgerte, sind im Vergleich zu Deutschen etwa dreimal so häufig arm. Entweder erhalten sie aufgrund von Vorurteilen oder wegen mangelnder Qualifikation keine Arbeit, oder sie erhalten nur einen Minimallohn, oder sie haben überhaupt keine Arbeitserlaubnis. Das führt in all diesen Fällen dazu, dass sie kaum genug zum Leben haben.

